Performing Art at its Best – #GanymedinLove und die Liebe im Kunsthistorischen Museum Wien

Seit nun mehr 6 Jahren halten jedes Jahr die Performance Künstler von Ganymed Einzug in der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums. Die Künstler rund um Peter Wolf und Jaqueline Kornmüller erwecken die Gemälde zum Leben – in diesem Jahr steht die Liebe im Fokus. Für mich gehören die Ganymed-Vorstellungen zu den absoluten Frühlingshighlights im Wiener Veranstaltungsprogramm.

Mira Lu Kovacs – Remember me

In jedem Jahr widmet sich das Ganymed-Projekt einem neuen Thema und erweckt die sonst vielleicht nur dem Kunstkenner zugänglichen Gemälde aus der ehemals kaiserlichen Kunstsammlung zu neuem Leben. Insgesamt 30 Künstler widmen sich hierbei der Liebe – Musiker, Schauspieler, Tänzer.

Doch die Geschichte der Performance beginnt viel früher. Die Texte stammen aus der Feder von Schriftstellern wie Franz Schuh, Lize Spit und vielen mehr. Sie suchen sich ein passendes Gemälde aus der Galerie aus und beginnen mit ihrer Arbeit. Es entsteht eine faszinierende Symphonie aus Kunst, Musik und Theater, die einen ganz anderen, neuen Zugang zu den alten Gemälden von Rubens, Tizian oder Brueghel schaffen.

Performance im Stiegenhaus – Die Show beginnt

Der Ganymed-Abend beginnt schon im prunkvollen Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums, so dass die 600 Besucher schon dort von den Hauptakteuren des Abends abgeholt werden.

Über die Gemäldegalerie verteilen sich die Zuschauer auf insgesamt 11 Stationen – die Schauspieler entführen einen dort in die Welten, in denen das Bild entstand und transferieren die Geschichte in die heutige Zeit. Und so flaniert man durch die Gemäldegalerie und durch den Abend, in denen Bilder in den Vordergrund kommen, an denen man sonst vielleicht achtlos vorübergezogen wäre.

Sabine Haupt – Vergissmeinnicht

Die Geschichten handeln von allen Facetten der Liebe – von Vätern und Müttern, von Sehnsucht, sogar von Sexueller Gewalt. Auch wenn manchmal der Zusammenhang mit dem Ausgangsstück nur schwierig auszumachen ist, eröffnen die Schauspieler eine interessante Perspektive auf die alte Kunst, die meist auf den Podesten stattfinden – umringt von uns Zusehern, die ihre kleinen Holzschemel mitbringen und beim Flanieren stoppen und zusehen oder auch weiterziehen können. So entsteht eine spezielle, teils ungewohnte Nähe zu den Akteuren, wie sie im Theater kaum entsteht.

Martin Eberle, Manaho Shimokawa – Torch Song

Ganymed übt eine ganz spezielle Faszination aus. Die Künstler sind Brückenbauer zwischen den alten Meisterwerken aus längst vergangenen Zeiten und ihrem heutigen Betrachter.

Die Erfolgsgeschichte von Ganymed hat inzwischen Europa erobert. So wurde im vergangenen Herbst mit Ganymed Goes Brussels auch das Royal Museum of Fine Arts in Brüssel zum Leben erweckt.

In diesem Jahr hat Ganymed übrigens einen ganz besonderen Kooperationspartner. Teile der Einnahmen gehen an die Caritas Wien, um den Unterhalt und die Errichtung von Notschlafstätten für Frauen zu unterstützen. Aus diesem Anlaß gastiert das Ganymed Emsemble auch am 25. April 2019 im CARLA am Mittersteig – die Einnahmen dieses Abends kommen vollständig dem Projekt zu Gute.

Mehr über dieses Projekt sowie Resttickets für die Vorstellungen im Kunsthistorischen Museum findet ihr hier.

Schaut euch auch die Impressionen aus 2018 an:

#GanymedNature

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