Die schönsten Parks von Wien

Pünktlich zu Ostern kommt auch so langsam der Frühling in Wien an. Und endlich locken auch die vielen Parks und Gärten wieder an die frische Luft. Und da hat Wien eine außergewöhnliche Vielfalt zu bieten – vom künstlich angelegten Areal zur Gartenschau 1974 bis zum barocken Landschaftspark – vom Ort, wo all die Pflanzen in den Wiener Parks entstehen bis hin zum kaiserlichen Jagdgebiet.

Pünktlich zu Ostern habe ich euch die schönsten Parks für eine ausgedehnte Ostereiersuche oder einen schönen Spaziergang zusammengestellt.

Augarten 2./20. Bezirk

Der Augarten entstand als älteste barocke Parkanlage rund um das kaiserliche Jagdschloss von Kaiser Matthias. Im Augarten sind heute die Wiener Sängerknaben beheimatet, die zudem das MuTh als ihren neuen Konzertsaal nutzen. Dazu ist hier mit der Porzellanmanufaktur Augarten eine der ältesten und traditionsreichsten Produzenten von Geschirr in Europa beheimatet.

Heute sind im Augarten zwei besonders massive Mahnmale gegen den Krieg erhalten geblieben – zwei der Wiener Flaktürme. Während etwa der Flakturm im 6. Bezirk heute als „Haus des Meeres“ einer Nachnutzung zugeführt wurde, steht der Geschützturm im Augarten als reines Mahnmal. 1946 wurde er bei einer Explosion massiv beschädigt, als Kinder im Inneren mit der übriggebliebenen Monition spielten und in die Luft flogen. 2000 Granaten sollen dabei dafür gesorgt haben, dass sich nicht nur das Dach des Bunkers hob, sondern auch, dass die Fensterscheiben im weiten Umkreis zerstört wurden.

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Türkenschanzpark 18./19. Bezirk

Der Türkenschanzpark entstand 1888 in der damaligen Vorstadt Währing auf dem Areal. Der Name hat seinen Ursprung 1683, als die Türken bei der Belagerung Wiens ihre Schanze hier errichteten und die Stadt belagerten.

In seinem Zentrum, auf dem höchsten Punkt, ist die Paulinenwarte. Der kleine Aussichtsturm ist im Sommer an einem Wochenende im Monat geöffnet und gegen einen geringen Eintrittspreis zu besichtigen. Highlights sind die 2500 m2 große Freizeitwelt mit einem Beachvolleyball-, einem Fussball- und einem Basketballfeld sowie einem Spielplatz und einer Skateanlage. Darüber hinaus findet man entlang der zahlreichen Wege durch abwechslungsreichen Baumbestand zahlreiche Denkmäler, etwa für Adalbert Stifter oder Franz Marschner.

Kurpark Oberlaa 11. Bezirk

Mit der U1-Verlängerung 2017 ist das Areal rund um die Therme Oberlaa nun auch endlich gut an das Verkehrssystem der Stadt angeschlossen. Der Park entstand 1974 im Rahmen der Zweiten Wiener Internationalen Gartenschau (WiG) – das künstlich angelegte Gelände, das damals sogar mit einer Einschienenbahn zu besichtigen war, steht heute unter Denkmalschutz.

Mit einem Barockgarten, einem Allergiegarten, einem großen Spielplatz, einer Filmstadt und sogar einem Streichelzoo, einem Japanischen Garten und sogar einem Blumenlabyrinth lockt der Park heute seine Besucher, es gibt allerdings auch ausgedehnte Liegewiesen am Hang für ein entspanntes Sonnenbad.

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Blumengärten Hirschstetten 22. Bezirk

Die Blumengärten Hirschstetten bilden die wohl außergewöhnlichste Parkanlage in Wien. Denn neben dem Palmenhaus und den zahlreichen Themengärten werden hier in den großen Gewächshäusern die für öffentliche Parkanlagen benötigten Pflanzen gezogen.

Die Themengärten haben eine außergewöhnliche Vielfalt. Es gibt einen Urzeitgarten, einen Chinesischen, einen Mexikanischen und einen Indischen Garten. Es gibt sogar einen Weinhügel. Dazu kommen ein Streichelzoo, sowie verschiedene Tiergehege, in denen Schildkröten, Wildkatzen und Vögel gezeigt werden. Im Sommer brütet hier sogar ein Storchenpaar und außerdem hat das vom Aussterben bedrohte Europäische Ziesel hier eine Heimat gefunden. Im Palmenhaus sind zudem Tiere und Pflanzen aus den tropischen Klimazonen zu sehen.

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Tipp: Von 31. März bis 2. April findet hier der traditionelle Ostermarkt statt. Geboten wird hier ein Erhaltungsprogramm unter dem Motto „Einheimische Vogelarten“. Es gibt ein Programm für Kinder mit Basteln, Tiermemo,  Hüpfburg und Karussellfahren.

Lainzer Tiergarten 13. Bezirk – Hundeverbot!

Schonmal einem halbwegs friedlichen Wildschwein begegnet? Im ehemaligen kaiserlichen Jagdgebiet Lainzer Tiergarten sollte das gar kein Problem sein. Denn so lange man sie in Ruhe lässt, grasen die Tiere in aller Ruhe weiter. Wenn man ganz viel Glück hat, trifft man auch auf die anderen Wildtiere, die hier auf den ausgebauten Wanderwegen unterwegs sind – Mufflons, Hirsche und Rehe halten sich allerdings tagsüber meist tiefer im Wald auf.

Der Lainzer Tiergarten ist ein ausgedehntes Naturschutzgebiet mit teils uraltem Baum- und Tierbestand. Im Gelände wechseln sich dichter Baumbestand mit großen Futterwiesen ab – zudem wurden Wildruhezonen eingerichtet. Highlights sind unter anderem die kaiserliche Jagdvilla, die Hermesvilla, die Kaiser Franz Josef eigens für seine Sisi hat erbauen lassen sowie ein Wildgehege unweit des Lainzer Tors. Zudem gibt es einige Jausenstationen, die im Gelände verteilt liegen.

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4 Kommentare

  1. Das Foto vom Eichhörnchen ist ja mega gut gelungen!! So süß, die Tierchen!
    Den Türkenschanzpark und den Lainzer Tiergarten mag ich auch total gerne. Früher war ich oft im Augarten. Seitdem ich aber aus der Ecke weggezogen bin, war ich gar nicht mehr dort.
    Ich mag auch den Schlosspark Schönbrunn ganz gerne.
    Und ich war tatsächlich noch nie in den Blumengärten Hirschstetten. Das muss ich jetzt echt endlich mal nachholen. Danke für die Erinnerung!
    Liebe Grüße
    Julie

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