Unterwegs mit Kids in Wien

Unterwegs mit Kids in Wien

Eltern kennen das – eine Städtereise mit Kindern ist nicht immer ganz einfach. Man will sich in Ruhe eine Kunstausstellung ansehen oder in einem schicken Restaurant dinieren, doch die lieben Kleinen sehen das ganz anders. Mir als erfahrene Tante geht das nicht anders – daher musste ein spezielles Kinderprogramm her, als meine Nichte (5) und mein Neffe (7) am Wochenende aus Hamburg zu Besuch waren.

Und so habe ich mich auf die Suche gemacht nach speziellen Spots für die lieben Kleinen, die ich als Erwachsener manchmal gar nicht auf dem Schirm gehabt hätte – herausgekommen ist eine spannende Mischung, selbstverständlich mit hanseatischem Gütesiegel, denn die Kids fanden es ganz großartig!

Kindermuseum Schönbrunn – Einmal kaiserlich bitte Schlossallee, 1140 Wien – Eintritt 8,80€, Kinder ab 3 Jahren 6,70€

Für kleine Nachwuchsprinzen und -prinzessinnen ist natürlich ein Besuch in Schönbrunn verpflichtend. Um sich so richtig in die Rolle hineinzuversetzen, muss man das Schönbrunner Kindermuseum besuchen. Hier wartet auf die Kids nicht nur eine Verkleidungsecke mit Prinzessinnenkleidern und Prinzenuniformen, sondern auch das Spielzeug, mit dem auch die imperialen Kinder gespielt haben. Man kann die Quadrille tanzen lernen oder für die kaiserliche Familie den Tisch für das Abendessen decken. Gleichzeitig erfahren die Kids, welche Verpflichtungen es mit sich brachte, ein Kaiserkind zu sein und wie anders die Kinder aus dem Volk lebten. Das Kindermuseum in Schönbrunn ist die optimale Alternative zur langweiligen Schlossführung mit Audioguide.

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Haus des Meeres – Unter Wasser in die Höhe Fritz-Grünbaum-Platz 1, 1060 Wien – Eintritt 17,60€, Kinder 6-15 Jahre 8€, 3-5 Jahre 5,40€

In Wien gibt es mehr als nur den Tiergarten in Schönbrunn. Nahe der Mariahilferstraße gibt es ein riesiges Aquarium. Das Haus des Meeres ist in einem der übriggebliebenen Flaktürme in Wien untergebracht. Auf 11 Ebenen und 4000 Quadratmetern kann man hier Meeresgetier erleben, von Quallen über Haie bis hin zu Meeresschildkröten. Neu ist auch ein Atlantiktunnel im Erdgeschoss. Man kann aber auch allerhand Landgetier treffen -exotische Vögel und kleine Meerkatzen kann man direkt im Gehege begegnen, die man zum Teil über Hängebrücken direkt begehen kann. Dazu gibt es Terrarien mit Schlangen und Insekten.

Ein Highlight ist das Café im Dachgeschoss, in dem man einen Rundumblick über die ganze Stadt genießen kann.

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Technisches Museum – Wo Blitze Musik machen Mariahilferstraße 212, 1140 Wien – Eintritt 13€, Kinder bis 19 Jahre frei – Hochspannungsführung 3,50€

Da mein Neffe ganz fasziniert ist von Technik, war natürlich auch ein Besuch im Technischen Museum Pflicht. Hier begibt man sich auf eine Reise durch Themen wie Kommunikation oder Fortbewegung, im Obergeschoss ist sogar ein ÖAMTC-Helikopter gelandet, größtes Erstaunen gab es jedoch beim Telefon mit Wählscheibe. Außerdem wartet eine Mitmachausstellung, in der man seine Kräfte im Achsenziehen testen oder seine Bewegung analysieren kann. Zum Pflichtprogramm gehört die zweimal pro Tag stattfindende Hochspannungsvorführung mit kindgerechten Erläuterungen.

Tipps für die Eltern – aufgeladenes Smartphone mitnehmen, es wird viele Fragen geben…

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Donauturm – Erstmal alles von Oben anschauen Donauturmstraße 8, 1210 Wien – Eintritt 9,90€, Kinder ab 6 Jahren 7,10€

Hoch hinaus ging es noch einmal am Schluss unserer kleinen Wien-Reise. Wir wollten uns die Stadt von ganz weit oben anschauen und schauen, wo wir überall waren – und wo geht das besser als im Donauturm. Der Expresslift mit Glasdach bringt die Passagiere auf 150 Meter. Die dortige Aussichtsterrasse bietet einen grandiosen Rundum-Blick über Wien. Und natürlich haben die beiden fast alles wiedererkannt – und natürlich auch noch viel mehr, vor allem, dass die Kreuzfahrtschiffe auf der Donau viel kleiner sind wie auf der Elbe.

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Rollercoaster Restaurant – Wo das Essen vom Tanzenden Roboter gebracht wird Riesenradplatz, 1020 Wien

Als ich sagte, dass wir in ein Lokal gehen, das keinen Kellner hat, staunten die beiden Kleinen nicht schlecht. Doch genau dieses Franchise-Konzept wurde direkt gegenüber des Riesenrads am Prater verwirklicht. Beim Eingang bekommt man ein Tablet in die Hand, mit dem man die Bestellung aufgibt und nach einer kurzen Erläuterung geht es los. Die Speisen und Getränke werden von Robotern auf den Weg gebracht, denen man dabei auch zusehen kann. An den Tisch kommt es über eine kleine Achterbahn, was jedesmal zu euphorischen Ausrufen führte, wenn die Roboter mal wieder in Bewegung gerieten. Etwa alle 30 Minuten gibt es zudem eine kleine Lightshow mit Musik, bei der die Roboter auch das Tanzen lernen.

An Speisen gibt es vor allem Burger und Fleisch, für die Kids gibt es klassische Kindergerichte wie Schnitzelfinger mit Pommes. Das Essen kommt allerdings nicht auf dem Teller, sondern im Topf – und wer darf schon zu Hause bei der Mama aus dem Topf essen…

 

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