#howto – Ankes Guide für gute Travel-Fotos

Ich bin kein Fotograf – das will ich auch gar nicht sein. Fotografie ist ein Ausbildungsberuf, der Fotograf ist ein Allround-Genie. Ich hab keine Ahnung vom Goldenen Schnitt und benutze meine Kamera mehr instinktiv als wissend, oft und gerne auch im Automatikmodus. Und dazu stehe ich auch. Ich setze auch sehr gerne die Möglichkeiten ein, die meine Kamera, die Olympus OM-D EM 10 III (Link zu Amazon) so bietet.

Gerade im Reise- und Instagram-Bereich gilt: Standardbilder sind zwar nett, aber auch ziemlich langweilig. Schon 2016 wurden täglich 95 Millionen Bilder hochgeladen, da muss man irgendwie auffallen. Neben den Filtern setze ich dabei oft auf außergewöhnliche Perspektiven.

Heute stelle ich euch ein paar Tipps für gute Fotos zusammen. Ich bin kein professioneller Fotograf. Umso besser kann ich euch vielleicht Tipps geben. Ich bin da mehr der Praktiker und tüftle ständig an neuen Perspektiven und kreativen Bildern. Und ich bin der Meinung, dass es dazu nicht unbedingt die teure Vollformat-Spiegelreflexkamera braucht. Gerade auf Reisen ist die kleine Systemkamera ein Segen. Aber die Tipps lassen sich auch prima mit dem Smartphone umsetzen.

#Weitwinkel ist das neue Standardobjektiv

Ich muss zugeben, ich fotografiere fast ausschließlich mit meinem Weitwinkelobjektiv (Olympus M.Zuiko Digital ED 9-18 mm 1:4.0-5.6). Gerade bei Objekten, die einem beim Reisen oft begegnen, Gebäude, Landschaften etc. will man oft möglichst viel draufhaben, wo mein Standardobjektiv oft an Grenzen stößt. Zusätzlich habe ich meist mein kleines Teleobjektiv einstecken, falls ich doch mal kleine Details hervorheben möchte.

#Mut zum Filter – aber bitte nicht übertreiben

Gerade im Social Media Bereich sind Filter und außergewöhnliche Winkel immer das Mittel der Wahl für Reiseblogger. Viele Sehenswürdigkeiten sind einfach schon zu oft im Standardverfahren fotografiert worden, ich habe sogar schon gesehen, dass vom Inhaber Punkte markiert werden von wo aus man fotografieren soll. Vergesst das. Habt Mut dazu, auch mal mit den Filtern der Kamera zu arbeiten.

Man sollte dabei allerdings nicht übertreiben. Besonders gerne wird z.B. das HDR (High Dynamic Range) so hoch gedreht, dass Gebäude plötzlich eine Art Heiligenschein bekommen. Das kann manchmal ganz witzig aussehen, aber man sollte das eben auch nicht immer machen. Auf eine gescheite Mischung aus Filter und Blickwinkel kommt es eben an.

So bietet mein Schwarz-Weiß Filter mit hohen Kontrasten (einstellbar an meiner Kamera OM-D EM10 III) die Möglichkeit, den morbiden Charakter am Wiener Zentralfriedhof noch ein wenig zu verstärken.

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Schwarz Weiß – das steigert gleich die morbide Atmosphäre
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Ohne Filter im Automatic Mode
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#Dramamode

Beim DC-Tower kann man direkt den Unterschied sehen. Ich habe beim ersten Bild keinen Filter eingesetzt, beim zweiten Bild kam der Hochkontrast-Dramamode meiner Kamera zum Einsatz. Ich kann dazu nur eins sagen: Ich mag den Drama Mode! Er holt einfach noch ein bisschen mehr aus den Bildern raus.

#Neue Blickwinkel – Was Fotografen und Frösche gemeinsam haben

Optimal dafür ist ein klappbares Display an der Kamera, dann muss man sich nicht gleich auf den Boden legen um zu erkennen, was man da genau fotografiert.

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Da legst die Nieder – Fotografen am Boden

Die Votivkirche gehört zum Standardrepertoir eines jeden Wien-Fotografen. Doch mehr als die Hälfte nutzt die Perspektive von der Ringstraße aus frontal zum Hauptportal. Die Gassen dahinter jedoch bieten tolle Rückansichten. Wenn man dann auch noch das Licht der untergehenden Sonne erwischt und sich traut, sich mal auf den Zebrastreifen zu setzen (es kam kein Auto, es hat jemand aufgepasst), entstehen solche Bilder.

#Bei Landschaften Mut für Details beweisen

Auch bei Landschaftsfotografien gilt: den Bergsee hat man schon oft gesehen. Wenn man aber z.B. Schilf oder wie ich zuletzt eine Bank oder sogar eine Möwe im Vordergrund hat, legt man den Blick zunächst auf dieses Detail und dann öffnet sich dem Betrachter die Landschaft und die Faszination steigt.

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Der See von Bohinj ist fast schon episch. Das Bild ist ganz nett, finde ich. Aber eben auch ein kleines bisschen langweilig.

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Mit dem witzigen Detail, der Möwe auf dem Stein, bleibt der See gleich viel besser in Erinnerung – essentiell für Medien wie Instagram.

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Und mit der Bank im Vordergrund weckt man beim Betrachter gleich Assoziationen – im Kopf steigt gleich das Gefühl, dass man selbst dort sitzt und den See betrachtet.

#Manchmal kommt es auch auf dramatische Schatten an

Durch meinen hochkontrastigen Schwarz-Weiß-Modus kommen Schatten oft viel mehr zur Geltung. Das bietet einem die Möglichkeit, beispielsweise Fotos von Schlössern eine ganz andere Dramatik zu geben und damit auch mehr Pepp zu verleihen. Indem man zum Beispiel die Laterne und ihren Schatten sowie ein paar Passanten in die Bildkonzeption mit einbindet.

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10 Kommentare

  1. Vorab – deine Fotos sind so wunderschön und laden zum Träumen ein! Leider habe ich selbst noch keine gute Spiegelreflexkamera, aber was nicht ist, kann ja noch werden 🙂 Deine Tipps sind wirklich toll und die Beispielfotos untermalen sie nochmal richtig gut!

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    1. Oh – ich würde dir auch nicht zu einer Spiegelreflex raten… Ich LIEBE meine spiegellose Systemkamera (kostet ca. 500€ mit Objektiv). Die ist gerade fürs Reisen viel kompakter und meiner Meinung nach auch leistungsstärker. Aber das Meiste kann man eh auch mit dem Smartphone gut umsetzen…

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      1. Ach so, ja da sieht man wieder wie wenig Ahnung ich davon habe 😀 aber ich behalte es mir auf jeden Fall mal im Hinterkopf!

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  2. Schöne Tips, die du hier aufgeschrieben hast. Vor allem Dingen der Tip mit dem Vordergrund. Nicht umsonst gibt es diesen Fotografenspruch: „Vordergrund macht Bild gesund!“. Meiner Meinung nach ist die Suche nach einer Perspektive aber das entscheidende. Wie du auch schon geschrieben hast, es wurde schon alles sattsam fotografiert.

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  3. Vielen Dank für die tollen Tipps! Wir zwei reisen auch unheimlich gerne und die Kamera darf da nie fehlen. Aber wie ich sehe, kann ich da auch noch viel dazu lernen!

    Liebe Grüße
    Jana

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  4. Ich verstehe sehr gut, was du beschriebst, obwohl ich sagen muss, dass ich deine Bilder wirklich richtig schön finde. Ich persönlich habe schwarz weiß Bilder unglaublich gerne!

    Liebste Grüße,
    Carmen ❤

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