Schafberg-Bahn – Aufstieg mit Nostalgiefeeling

Der Schafberg mit seiner charakteristischen Spitze und seinem gigantischen Ausblick gehört zu den bekanntesten Bergen im Salzkammergut. Das liegt sicherlich auch an der nostalgischen Schafberg-Bahn, die einen vom Ufer des Wolfgangsees hinauf zur 1782 m hohen Spitze bringt.

Schafberg-Bahn

Geschichte der Schafbergbahn

1893 fuhr die erste Bahn auf der Strecke von Sankt Wolfgang bis hinauf zur Schafbergspitze. Damals wurde das Salzkammergut zum Hotspot für die Sommerfrische der Städter und die Reichen und Schönen wollten den Ausblick genießen. Vor dem Bau der Trasse ließ man sich von Trägern auf einer Senfte hinauf zum Hotel Schafbergspitze tragen, das schon 1862-64 unter dem Wirt des Weißen Rössl Wolfgang Grömmer entstand.

Ab 1889 konnte man die Schafbergspitze über den angelegten Kaiser Franz Josef Reitweg zu Pferd über reitgerechte Zementstufen erreichen, 1890 bekamen Stern & Hafferl die Konzession zum Bau einer Bahnstrecke, nachdem der Bau vorher aus finanziellen Gründen mehrfach gescheitert war.

Zug fährt ein – im Hintergrund: der Wolfgangsee

Schafbergbahn heute

Die Fahrt beginnt unmittelbar am Seeufer auf 542 m ü.A. und endet unterhalb der Schafbergspitze auf 1732 m ü.A. Innerhalb von 35 min überwindet die Bahn so stolze 1190 Höhenmeter mit einer Steigung von bis zu 25,5% auf einer Spurweite von 100 cm.

Angetrieben werden die meisten der Bahnen von einer Neudau-Dampflok, die für eine Berg- und Talfahrt stolze 500 kg Kohle und 3000 l Wasser benötigt. Zusätzlich fahren in der Hauptsaison auch noch historische Garnituren, wie die Originalgarnituren von 1893/94 sowie eine Diesellok aus dem Jahr 1964.

Und so nehmen wir in Sankt Wolfgang auf den Holzbänken im nostalgischen Waggon Platz, empfangen von den alten, kaiserlichen Wappen, beginnt die Fahrt. Zunächst geht es relativ flach durch das Ortsgebiet von Sankt Wolfgang. Am Dietlbachgraben wird nicht nur das bewohnte Gebiet verlassen, wir überqueren auch die Grenze zwischen Oberösterreich und Salzburg. Ab da geht es mit bis zu 25,5% steil bergauf, aufstehen ist da nicht mehr angeraten. Auf der Strecke gibt es insgesamt drei Ausweichen, heute wird allerdings nur noch an der Schafbergalpe angehalten, ursprünglich musste häufiger neues Wasser aufgetankt werden um die Spitze zu erreichen.

Zahnradspur
Blick aus dem Fenster
Neudau-Dampflok
Nostalgiefahrt mit der Dieselgarnitur
Bahnhof Schafbergspitze

Schafbergspitze

Oben angekommen, bekommt man bei klarer Sicht eine gigantische Aussicht. Schon bei der Bergstation schaut man unmittelbar auf den Wolfgangsee, klettert man noch ein bisschen höher, zwischen dem Haus Schafbergspitze und dem Schutzhaus Himmelspforte, sieht man auch auf den Attersee und den Mondsee sowie auf den Fuschlsee.

Die beiden Schutzhäuser bewirten die Gäste mit klassischer Ausflugsküche – Radler und Apfelstrudel bekommt man genauso wie Schnitzel mit Pommes und Fritatensuppe.

Im Haus Schafbergspitze kann man sogar übernachten – das Kombiticket Bahn + Übernachtung im DZ und Frühstück kostet 94€/Person, muss aber vermutlich lange im Voraus gebucht werden.

Gutes Schuhwerk vorausgesetzt kann man noch einige Meter bis zur Himmelpforte und zum Gipfelkreuz gehen. Wer bis zur Schafbergalm fahren will und von dort hinauflaufen, braucht ebenso gutes Schuhwerk. Die Gehzeit ist mit einer Stunde angegeben und es geht relativ steil bergauf.

Restaurant & Hotel Haus Schafbergspitze
Der schmale Grat
Schutzhaus Himmelpforte mit Blick auf den Mondsee

Infos

Die Bahn fährt in den Hauptzeiten in den Sommermonaten alle 20 Minuten. Der garantierte Fahrplan kann auf der Homepage der Schafbergbahn (hier) heruntergeladen werden.

Von 30. September bis Saisonende 2019 kann die Bahn wegen Bauarbeiten nur vom Seeufer bis zur Schafbergalm fahren.

Tarife findet ihr auf der Homepage der Schafbergbahn (hier) – der volle Trip, also die Berg – und Talfahrt über die volle Länge – kostet für Erwachsene 39,60€.

Parken kann man auf den Großparkplätzen in St. Wolfgang (Preise unterschiedlich, direkt bei der Talstation 3€/Tag). Auf der anderen Uferseite kann man am Parkplatz Gschwendt auch gratis parken – lohnt sich vor allem, wenn man das Ganze mit einer kleinen Schifffahrt verbinden möchte.

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