Malerisches in Saint-Malo

Unser Besuch in der Bretagne hat uns nachdrücklich beeindruckt. Die kleine Stadt Saint-Malo gehört zu den bedeutendsten Küsten- und Hafenstädten in der nördlichen Bretagne – sie diente schon im Mittelalter als wichtiger Orientierungspunkt an der Smaragd-Küste.

Stadttor von Saint-Malo

In der Altstadt von Saint Malo

Die Altstadt von Saint Malo glänzt mit ihrem besonderen Charme. Der Stadtteil, der seinen Namen nicht ganz zu unrecht bekam, wird heute Intra Muros genannt – innerhalb der Mauern. Der Begriff entstand, nachdem sich viele Bewohner im Mittelalter in den Schutz der neu entstandenen Stadtmauern zurückzogen und die Stadt mehr und mehr zu wirtschaftlicher Größe heranwuchs. Der heute nur noch kleine Teil der Stadt wird von drei Seiten von Wasser umspült und liegt direkt an der Mündung des Rances.

In den schmalen Gässchen findet man heute größtenteils Crêperien, Souvenirläden und kleinere Hotels, schließlich gehört Saint Malo zu den meistbesuchten Touristenzielen der Bretagne – und das obwohl Saint Malo nach Bombardierungen durch Briten und Amerikaner zu 85% zerstört wurde. Die Restaurierungen erfolgten allerdings Originalgetreu, so dass die Stadt völlig neu wieder erstand.

In der Kathedrale von Saint Malo

Saint-Malo entstand schon im 1. Jahrhundert als römischer Hafen Alet. Von hier startete Jacques Cartier im 16. Jahrhundert seine Entdeckung Kanadas. Etwa zu dieser Zeit brachten Reeder der Stadt den Reichtum, der die Errichtung der Stadtmauern durch den Baumeister Vauban ermöglichten.

Eine Runde auf der Stadtmauer

Wie in vielen mittelalterlichen Küstenstädten der Bretagne kann man beinahe die ganze Stadt auf der Krone der Stadtmauer komplett umrunden. Zustiege sind jeweils bei den Stadttoren – auf breiten Wegen kommt man zu den unterschiedlichen Befestigungstürmen.

Stadtmauern

Das Fort National liegt auf einer kleinen Insel vor der Stadt. Bei Ebbe ist das kleine Museum über den Strand gut erreichbar. Wir hatten da allerdings ein bisschen Pech – wir kamen zum Hochpunkt der Flut nach Saint Malo und hatten für mehr keine Zeit. In Saint Malo sind die Gezeitenunterschiede größer als sonst irgendwo in Europa – das machte man sich zu Nutze – in der Mündung der Rance entstand eines der ersten Gezeitenkraftwerke Europas.

Die Festung wurde 1689 unter Ludwig XIV. als Befestigung der Küste errichtet. Tragisch ging sie in die Geschichte ein, als die Deutschen Nationalsozialisten im August 1944 mehr als 300 Bewohner der Stadt Saint Malo für 6 Tage ohne Nahrung einsperrten.

Fort National
Blick auf den Hafen von Saint Malo – Hier mann man gut und stadtnah parken – 
zumindest in der Nebensaison
Altes Segelschiff im Hafen von Saint-Malo

Infos

Parken kann man gut unweit des alten Fischereihafens – einfach der Beschilderung Intra Muros folgen, dann kann man die Parkplätze nicht verfehlen. Die Tarife sind je nach Saison unterschiedlich. 

Vom Fährhafen in Saint-Malo starten Fähren auf die englischen Kanalinseln – also zumindest solange, wie die Briten noch dazu gehören. Von hier aus kann man also einen kleinen Ausflug nach Jersey oder Guernesy einplanen, wenn man die Zeit dazu hat.

Weitere spannende Tagesausflüge können euch zum Beispiel zum berühmten Mont Saint Michel oder zum Cap Fréhel führen.

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