Dürnstein – Perle der Wachau

Die kleine blaue Kirche, das mittelalterliche Stadtbild, der sagenumwobene Flusslauf der Donau. Dürnstein in der Wachau kennt in Österreich wohl jedes Kind. Und inzwischen ist Dürnstein auch international neben Wien und Hallstatt eines der bekanntesten Tourismusziele, schließlich legen hier auch viele der Flusskreuzfahrtschiffe an.

Am Donauufer

Dürnstein

Dürnstein war schon im Mittelalter ein bekannter Ort. Schon im 11. Jahrhundert entstand am Lauf der Donau ein Kloster, mitten in den Weinbergen am Ufer der Donau.

Mitte des 12. Jahrhunderts wurde von den berühmten Kuenringern die Burg hoch oberhalb von Dürnstein errichtet, von der heute nur noch eine Ruine übrig ist. Schon kurze Zeit später erlangte sie größte historische Bedeutung. Vom 21. Dezember 1192 bis zum 4. Februar 1193 wurde hier Richard Löwenherz gefangen gehalten. Auf der Rückreise von seinem letzten Kreuzzug wurde er von Kaiser Heinrich VI. festgesetzt und nur gegen die Zahlung eines Lösegelds wieder freigelassen. Von dem Lösegeld wurde nicht nur die Stadtbefestigung Wiens gezahlt, sondern auch Wiener Neustadt gegründet. Der genaue Ort seiner Haft in Dürnstein ist nicht mehr festzustellen, im Schriftverkehr rund um die Lösegeldforderung wurde Dürnstein jedoch erstmals als Ortsname erwähnt.

1410 erfolgte schließlich die Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts, dessen heute barocke Kirche das Stadtbild von Dürnstein prägt. Der Kirchenbau ist der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht. 1788 wurde das Kloster unter Josef II. aufgelöst. Die blaue Farbe erhielt der Kirchturm mit den letzten Außenrestaurierungen aus dem 1980er und 90er Jahren. Damals stieß man auf Spuren der Farbe und entschloss, dass er seine Farbe wiedererhalten sollte. Erst nach der Fertigstellung entwickelte sich der blaue Kirchturm zu einem der Wahrzeichen der Wachau.

Portal im Hof des ehemaligen Chorherrenstifts

Dürnstein heute

Ja, Dürnstein ist heute vom Tourismus geprägt und kann tagsüber echt anstrengend sein. Es kommen vor allem Tagestouristen, sowie Gäste von Kreuzfahrtschiffen. Es lohnt sich daher, nach 19 Uhr zu kommen. Dann sind die zahllosen Souvenirläden zwar zu, dafür hat man aber die romantischen Gassen weitestgehend für sich alleine. Ein bisschen ist es wie mit Hallstatt – es ist wunderschön, man sollte aber den Massen an Pauschaltouristen, die das auch finden, aus dem Weg gehen um es wirklich genießen zu können.

Dürnstein hat zwei wirtschaftliche Einnahmequellen – zum einen der Tourismus mit seinen zahlreichen Hotels, Heurigenbetrieben und Souvenirshops. Zum anderen ist es der Weinbau, noch heute liegt hier eines der bekanntesten Weingüter des Landes – die Domäne Wachau keltert den Wein etwas außerhalb der Stadt.

Romantisches Gässchen – Vom Donauufer kommt man so in die Stadt

In Dürnstein hat sich das mittelalterliche Stadtbild mit seinen zahlreichen Heurigenlokalen weitestgehend erhalten, was mit seinen hohen Stadtmauern und seinen romantischen Gässchen besonderen Reiz hat. Einzig der Kirchturm ist barock umgebaut worden.

Einen optimalen Aussichtspunkt bietet der Parkplatz vom Schlosshotel Dürnstein. Man geht einfach die Hauptgasse bis zum Schluss, dann kann man den Ort nicht verfehlen.

Blick auf die Donau

Dürnstein gehört mit der gesamten Wachau übrigens auch zum Welterbe der UNESCO.

Man kann nach Dürnstein nicht mit dem Auto hineinfahren. Dafür gibt es aber Parkplätze am Ortsrand, in 5-10 Minuten kommt man aber nach Dürnstein hinein. Außerdem kann man mit der Wachauschifffahrt (Krems – Melk) in Dürnstein halt machen oder man kann am Wochenende mit der Wachaubahn (Krems – Emmersdorf) fahren. Außerdem gibt es einen etwa stündlichen Busverkehr zwischen den Bahnhöfen von Krems und Melk (kann ich sehr empfehlen). Natürlich führt auch der Donauradweg am Ufer von Dürnstein vorbei.

In den romantischen Gässchen von Dürnstein – so leer ist es nicht oft
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Ein Kommentar

  1. Die gesamte Wachs ist wunderbar. Nette Menschen.Fahrradfahren ist ein Genuss. Die kleinen und gemütlichen Restaurants sind alle zu empfehlen.

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