Cusco – Perle in den Anden

Ja, ich muss zugeben, dass es mir damals nicht ganz leicht fiel, Cusco wirklich zu genießen. Denn eine Höhe von 3400 m über dem Meeresspiegel steckt nicht jeder ganz leicht weg.

Cusco – Alte Hauptstadt der Inka

Zwar ist heute Machu Picchu die Stadt, die weltweit mit den Inka am engsten verbunden wird. Doch die Stadt in den Wolken war nicht das Zentrum ihrer Kultur, das war Cusco – ein Wort, das in Quechua, der Sprache der Inka, so viel wie „Nabel der Welt“ bedeutet. Dem Gründungsmythos nach soll sich an der Stelle, an der Cusco gegründet wurde, ein geflügeltes Wesen niedergelassen und sich in Stein verwandelt haben. Die Conquistadores haben zwar versucht, die Spuren der großen Kultur zu tilgen – doch gelungen ist ihnen das kaum.

Nur ein paar Straßenzüge vom Plaza de Armas und der berühmten Kathedrale entfernt liegt das Convento de Santo Domingo, dem die Coricancha zum Opfer fiel. Lediglich 4 Räume blieben erhalten und wurden von den Mönchen weiter genutzt. Der Sonnentempel war das wichtigste Heiligtum der Inka. Die wichtigsten Riten wurden hier gefeiert. Als 1950 ein Erdbeben die Kirche schwer beschädigte, wurden alte Mauerreste zu Tage befördert, die längst als verloren gegolten hatten.

Die Räume des Tempels müssen mit einem schier unglaublichen Reichtum ausgestattet gewesen sein. So gab es hier etwa die große, goldene Scheibe, in der die Inka die Sonne verehrten. Einer der Räume war beispielsweise mit 700 Fliesen aus purem Gold verkleidet und in trapezförmigen Nischen wurden die Königsmumien aufgestellt, die durch Diener mit Speisen und Getränken rituell versorgt wurden. Davon ist heute natürlich leider nicht mehr viel übrig.

Zusätzlich zur Coricancha gibt es in Cusco auch noch das Inka-Museum, das sich in einer alten Villa hinter der Kathedrale befindet. Hier gibt es nicht nur Einblicke in die Geschichte der Hochkultur, man kann auch Künstlern bei der Arbeit nach Inka-Traditionen zusehen und die Werke gleich erwerben.

Außerdem muss sich in der Nähe der Coricancha auch der Heilige Garten befunden haben, in dem sich 5 Brunnen aus purem Gold befunden haben und auch die Gärtner arbeiteten mit Gießkannen aus Gold (was ich mir persönlich ja sehr mühevoll vorstelle). Auch dort weidende Lämmer und deren Hirten, Früchte, Insekten und Vögel sollen den Beschreibungen der Conquistas aus purem Gold gewesen sein.

Blick auf die Reste der Coricancha
Glatte Mauern der Inkas mit einer Kapelle des Klosters im Hintergrund
Kreuzgang des Klosters
Rekonstruktion der Sonnenscheibe

Post-Inka Cusco

Cusco ist heute mit rund 350000 Einwohnern nach Cusco die zweitgrößte Stadt Perus. Viel lebt hier vom Tourismus, denn viele nutzen Cusco als Ausgangspunkt für Trips ins Heilige Tal der Inka und nach Machu Picchu.

So blühen vor allem rund um den Platz der Kathedrale und das dahinterliegende Stadtviertel Sant Blas Hotels und Restaurants aller Preisklassen und Souvenirshops.

Gassen von Cusco
Cusco bei Nacht

Kathedrale und Plaza de Armas

Wie in so vielen kolonialen Städten Perus ist der Plaza de Armas das kulturelle Zentrum der Stadt. Gleich zwei Kirchen stehen hier, die sich gegenseitig an Schönheit überbieten – beide haben eins gemeinsam: sie wurden auf den Grundmauern von Inka-Palästen gebaut.

Die Jesuitenkirche von Cusco

Die kleinere der beiden Kirchen ist die Jesuitenkirche. Sie wurde wurde von 1552 bis 1668 auf den Grundmauern des Palastes von Huayna Cápac erbaut und war damit auch die erste Kirche am Platz und gilt in ihrer Ausstattung als die prunkvollere.

Kathedrale von Cusco

Die Kathedrale von Cusco ist eine dreischiffige Basilika, die von 1560 bis 1664 im Herzen der Stadt gebaut wurde. Mit ihren Nebenkapellen überdeckt sie einen Komplex von mehr als 4000 Quadratmetern misst. Sie ist mit 365 Gemälden von meist einheimischen Künstlern aus der Schule von Cusco geschmückt.

Die Markthalle von Cusco

Ein besonderes Erlebnis hatte ich bei meinem Kochkurs im Schokomuseum von Cusco. Wir gingen gemeinsam auf den Markt von Cusco und ich bekam den Auftrag, 1 kg Kartoffeln zu kaufen (zu einem bestimmten Preis). Mein Spanisch war damals nicht sonderlich gut und ich kam zu einem Stand, an dem beeindruckende 80 der mehr als 3000 peruanischen Kartoffelsorten im Angebot waren. Da gibts nicht nur mehlig und festkochend. Ich hab’s irgendwie geschafft, aber ich würde wetten, dass sich die nette Dame bis heute an mich erinnert.

Hotel

Wir haben weit oben in der Altstadt im Stadtviertel San Blas im Boutique Hotel Tika Wasi übernachtet. Das war zwar immer ein ordentlicher Anstieg durch die Gassen der Altstadt, aber das hat sich durchaus gelohnt.

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