Meine Must-Haves fürs Handgepäck

Nachdem bei Flugreisen jetzt immer häufiger Geld für das Aufgeben von Handgepäck nehmen, wird das Thema auch auf Kurzstrecken immer wichtiger und ich werde immer wieder gefragt, was in Sachen Handgepäck so wichtig sein könnte.

Allgemeine Tipps fürs Handgepäck

  • Man sollte sich dringend an die Vorgaben der Fluglinie halten. Meist wird nur kontrolliert, wenn das Gepäck offensichtlich zu groß ist, aber wenn dann mal eine Kontrolle kommt, kann es wirklich teuer werden. Beobachtet haben wir das bisher nur am Flughafen von Korfu. Dort musste, obwohl Ryanair das große Handgepäck beim Grundtarif eh (damals eigentlich kostenlos, seit 1. November 2018 für 8€ pro Strecke) im Frachtraum befördert. Doch dann kam die Vorkontrolle und etwa 1/3 der Fluggäste damals 60€ fällig (nach neuem Tarifsystem sind es nur noch 40€).
  • Bei Ryanair sollte man entsprechend schauen, dass alle Wertsachen – inklusive Laptop etc. – im kleinen Handgepäck landen. Dass größere Handgepäcksstücke aufgegeben werden müssen, passiert auch bei anderen Airlines, gerade wenn der Flieger gut gebucht ist. Man sollte das bezüglich Kamera und anderen, eher zerbrechlichen Gegenständen immer im Hinterkopf behalten. Gleiches gilt auch für benötigte Medikamente, denn man weiß ja nie, wo das Gepäck am Ende wirklich landet.
  • Fliegt man mit Handgepäckstrolley im Gepäckraum, sollte man zusehen, möglichst früh einsteigen. Gerade bei Airlines wie Eurowings oder Easyjet ist das ja Gang und Gebe. Da wird schnell mal der Raum in den Gepäckablagen knapp. Bestenfalls muss man dann den Koffer einige Reihen vom eigenen Platz entfernt platzieren – schlimmstenfalls landet der Koffer unterhalb des Vordersitzes und das kann schonmal unbequem werden.
  • Das Thema Flüssigkeiten ist ja ein ganz Spezielles. Generell gilt: maximal 100 ml pro Gefäß und alles zusammen in einer durchsichtigen und verschließbaren Tüte. Die Beutel gibt es speziell im Angebot für 15€ und mehr. Wesentlich leichter macht man es sich aber, wenn man einfache Gefrierbeutel mit Zippverschluss nimmt. Ich habe euch zu Amazon verlinkt zu der Packung, mit der ich schon lange verreise (die Beutel kann man schließlich wiederverwenden (Affiliate Link).

Tipps fürs Handgepäck auf der Kurzstrecke

  • Das Handgepäck für die Kurzstrecke ist ganz easy erklärt. Man sollte sich an die Vorgaben der Airline halten (bezüglich Flüssigkeiten, Größe etc.) und ne Kleinigkeit zum Beschäftigen. Ich habe beispielsweise auf dem Hinflug immer den Reiseführer zum Schmökern dabei, auf der Rückreise bin ich meistens ohnehin im Schlafmodus.
  • Ich habe zudem oft, gerade im Sommer, eine Flasche mit Wasser mit. Wer keine Lust darauf hat, das teure Wasser hinter der Sicherheitskontrolle zu kaufen (mit durch die Security Kontrolle darf man es ja nicht nehmen), kann eine leere Flasche mitnehmen und die im Sicherheitskontrolle auf der Toilette auffüllen. Ich habe auf Reisen immer meine einfache Kunststoffflasche dabei – unterwegs ist es eh immer gut, sowas dabei zu haben (Affiliate Link).
  • Ansonsten sollte man eben alles mitnehmen, was man für den normalen Komfort so braucht – bei mir ist immer eine Packung Kekse dabei (vor allem, wenn bei der Airline das Speisenangebot kostenpflichtig = teuer ist).

Tipps fürs Handgepäck auf der Langstrecke

Auf der Kurzstrecke fällt bei mir das Handgepäck immer etwas kleiner aus, da das Hauptgepäck ja im Frachtraum befördert wird. Trotzdem gilt für mich immer, man sollte das mitnehmen, was einem mehr Komfort verschafft.

  • Wichtig ist, dass man darauf achtet, dass man nichts dabei hat, was man nicht im Zielland einführen darf. Eine Anekdote dazu stammt aus Peru. Nach 12 Stunden Flug saß in Lima plötzlich ein bellender Labrador vor meiner Schwiegermutter. Und das nicht, weil sie irgendwelche Drogen geschmuggelt hat – es war ein einfacher Apfel. Keine Sorge, der wurde einfach entsorgt und meine Schwiegermutter kam glimpflich davon.
  • Wichtig finde ich einen Kopfhörer. Ich habe immer sogar 2 dabei – ein kabelloser  für Handy und iPad und ein eigener Kopfhörer mit Kabel für das Boardentertainment. Grund für den zweiten Kopfhörer ist, dass die der Airline oft eine Katastrophe sind – gelegentlich muss man sogar dafür zahlen. Bei alten Fliegern braucht man dafür allerdings einen Adapter, der natürlich auch immer dabei ist (Affiliate Links).
  • Bei einigen Airlines wird inzwischen auch für das Board-Entertainment Geld verlangt – so ging es uns bei der Condor, wo wir mit 4 Folgen Big Bang Theory und einem James Bond Film abgespeist wurden – für mehr wurde Geld verlangt. Entsprechend wird mein iPad ordentlich mit Filmen und Hörbüchern vollgeladen, damit auch für Dauerschreier und -schnarcher genug Ablenkung vorhanden ist.
  • Die Airlines mit neueren Flugzeugen – etwa Austrian Airlines – haben bei ihren Flugzeugen USB-Steckdosen am Platz – ältere Flugzeuge haben das aber nicht. Entsprechend ist es generell nicht schlecht, eine Powerbank im Handgepäck zu haben, die auch genügend Saft für 12 Stunden an Bord liefert. Meine neue Powerbank habe ich zwar bisher immer nur auf den Kurzstrecken dabei gehabt, sie ist mir aber trotzdem immer eine treue Begleiterin.
  • Für den erholsamen Schlaf brauche ich in der Regel wenig. Es ist immer empfehlenswert, sich zwiebelmäßig zu kleiden, denn gelegentlich schaffen es die Crews, das Flugzeug nachts auf gefühlt 0°C runterzukühlen – so habe ich mal auf einem Flug von Philadelphia nach Frankfurt in Pullover, Jacke, Decke und Regenjacke gesessen und mir trotzdem eine Erkältung geholt. Manchmal ist es aber auch trocken und warm. Da man das aber nie wissen kann, sollte man seine Kleidung so wählen, dass man auf alles eingestellt ist. Ein Nackenkissen ist nie schlecht, da die Kissen, die man von den Airlines bekommt, oft eher eine Katastrophe sind, man muss sich aber bewusst sein, dass man sie rumschleppen muss.

Mein verwendetes Handgepäck

  • Als kleines Handgepäcksstück habe ich ein typisches It-Piece, was überall auf dem Erdball momentan von Teenagern durch die Gegend geschleppt wird – einen Fjällraven Kanken – allerdings habe ich nicht den klassischen Kanken, sondern den mit einem Laptopfach für mein Macbook und mit gepolsterten Schulterriemen.
  • Als großes Handgepäcksstück hatte ich bis vor kurzem einen klassischen Trolley, der allerdings nach 10 Jahren und vielen Reisen den Geist aufgegeben hat. Ich habe inzwischen zu einem etwas flexibleren Trolley gewechselt, der sich beidseitig bepacken lässt, allerdings beim Aufgeben den Nachteil hat, dass zerbrechliche Dinge leichter kaputt gehen können (die sind bei mir aber eh immer im Rucksack). Es ist der Tobago 35 von Vaude. Er ist allerdings bisher nur einmal mitgeflogen – weitere Berichte werden noch folgen.

Links zu den Handgepäcksbestimmungen einiger Airlines (Stand: 11.11. 2018)

Austrian Airlines

ANA

British Airways

Condor

Easyjet

Eurowings

KLM

Lufthansa

Ryanair 

Volotea

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4 Kommentare

  1. Danke für die vielen Tipps und Erfahrungsbereichte. Ich musste leider mal das Quittengelee meiner Mutter wegschmeißen, da mein Freund es ausversehen ins Handgepäck gepackt hatte…. Sehr schade.

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  2. Hallöchen,
    das sind ja hilfreiche Tipps! Ich versuche auch immer wieder an alles zu denken, aber meistens vergesse ich dann doch das eine oder andere. Finde es super, dass du auch ein paar Airlines markiert hast. Da kann man dann nochmal schnell vorher reinschauen 🙂

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

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