Pablo Picasso war wohl einer der produktivsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein Gesamtwerk wird auf 50.000 Werke geschätzt, darunter neben Gemälden auch Zeichnungen, Plastiken und Keramiken. Das liegt auch daran, dass er bis ins hohe Alter von 91 Jahren produktiv blieb.
Doch wo begann alles? Am Ort seiner Geburt in Malaga, wo neben Paris, Barcelona und Antibes ein weiteres rein seinem Werk gewidmetes Museum liegt. Doch wenn man ehrlich ist, ähnelt die Geschichte Malagas hier ein bisschen der großen Schillerstadt Marbach am Neckar. Lange war er nämlich nicht dort. Schon im Alter von 10 Jahren verlies er seine andalusische Heimat.

Picasso Museum in Malaga
Wichtiges zum Besuch
Das Museum liegt in der Altstadt unweit der Kathedrale. Wichtig ist, dass der Andrang oft groß ist, weshalb es sich lohnt, das Ticket vorab zu kaufen.
Wir haben die Tickets wie so oft bei meinem Affiliate Partner getyourguide relativ kurzfristig gebucht und konnten dadurch an der langen Schlange vorbeigehen – in dem Fall übrigens ohne Aufpreis.
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Geöffnet ist wiefolgt:
März – Juni Täglich: 10:00 – 19:00 Uhr
Juli & August: 10:00 – 20:00 Uhr
September & Oktober: 10:00 – 19:00 Uhr
November bis Februar: 10:00 – 18:00 Uhr
Das Museo Picasso Málaga im Palacio de Buenavista kostet regulär ca. 13 € (inkl. Audioguide). Ermäßigt zahlen Senioren (ab 65) und Studenten (bis 26) ca. 11 €. Kostenloser Eintritt gilt für Kinder unter 17, Behinderte und Arbeitslose. Kostenfreier Eintritt ist oft an Sonntagen (letzte 2 Std.) und bestimmten Feiertagen.

Picasso in Malaga
Picasso wurde 1881 am Plaza de Merced geboren und wuchs dort als Sohn eines Zeichenlehrers auf. Der lehrte an der Kunsthochschule San Telmo, der das Talent seines Sohnes früh erkannte und förderte.
Als der kleine Pablo 10 Jahre alt war, nahm sein Vater eine Stelle an der Kunsthochschule von La Corona an und die Familie verließ Andalusien mit den berühmten Stationen etwa in Barcelona, Paris oder Antibes.
Dennoch hat das Leben in Andalusien ihn geprägt. Wichtige Motive etwa aus dem Stierkampf oder die berühmte Taube hat er schon in so frühen Jahren gezeichnet und tauchen in späteren Arbeiten immer wieder auf.
Und bis heute kommt man in Malaga nicht am berühmten Sohn der Stadt vorbei – kein Souvenirshop ohne Kunstdrucke und natürlich auch sein Geburtsort ist heute noch Teil des Pilgerortes für Kunstfans.

Museum im Palacio Buenavista
Auch wenn Picassos Hauptwerk nicht in Malaga entstand, wollte man ihm in seiner Geburtsstadt ein Denkmal setzen. Schon 1953 machte der Künstler selbst den Vorschlag, der jedoch zeit seines Lebens nicht verwirklicht werden konnte.
Erst 1996 nahm seine Schwiegertochter Christine Ruiz-Picasso den Vorschlag wieder auf. Die Regierung Andalusiens kaufte das herrschaftliche, mehr als 500 Jahre alte Palais und die Erben stellten weit mehr als 200 Werke für einen Zeitraum von 50 Jahre zur Verfügung, die alle Phasen und Formen seines Werkes repräsentieren. Christine Ruiz-Picassos Wunsch nach einem typisch andalusischen Gebäudes wurde damit entsprochen.
Das Museum öffnete im Oktober 2003 seine Pforten. Für den Tourismus in Picassos Heimat gab das Museum entscheidende Impulse, viele kamen nach Malaga, um die allumfassende Ausstellung zu sehen.

Das Museum zeigt alle Perioden von Picassos Schaffen – von den ersten bis zu den letzten Werken, darunter Schlüsselwerke des Kubismus, aber auch Teile seiner Keramikwerken und sogar einige der letzten Bilder, die er kurz vor seinem Tod schuf.