Wiens Geheimnisse – alles, was du wissen solltest

Wien wird immer mal wieder als lebenswerteste Stadt der Welt ausgezeichnet. Touristen kommen aus der ganzen Welt in die Donaumetropole, um den Flair der Kaiserzeit zu erleben oder um einfach nur bei Sachertorte und einer Melange zu relaxen.

Ich habe euch heute ein paar wichtige Tipps zusammengestellt, die den Wien-Trip noch entspannter machen – ein paar „Wenn ich das mal vorher gewusst hätte“.

Ich lebe nun seit fast 7 Jahren in Wien und lerne jeden Tag dazu, weshalb der Artikel immer ergänzt werden wird.

Thema Museen

Viele Museen haben am ersten Sonntag im Monat freien Eintritt für alle

Jeden ersten Sonntag im Monat stürmen die Wiener die Museen, denn nicht nur die Filialen des Wien-Museums (von Beethovenhaus über Hermesvilla und Römermuseum bis hin zur Virgilkapelle) freien Eintritt, sondern auch das Heeresgeschichtliche Museum – ganz ohne irgendwelche Bedingungen.

In Bundesmuseen musst du erst ab 19 Jahren Eintritt zahlen

Alle Bundesmuseen (Albertina, Belvedere, Kunsthistorisches Museum, MAK, MUMOK, Naturhistorisches Museum, Österreichische Nationalbibliothek und Technisches Museum) verlangen erst ab dem 19. Lebensjahr Eintritt.

Neu ist außerdem die Bundesmuseen-Card – für 59€ gibt es da jeweils einmal freien Eintritt in allen Bundesmuseen).

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Die Niederösterreichcard kann sich auch für Wien lohnen

Was viele nicht wissen: die berühmte Niederösterreichcard kostet 61€/Jahr und da gibt es viel zu gucken – und das nicht nur in Niederösterreich. Es gibt auch einiges in Wien zu gucken:

  • 21er Haus 8€
  • Ernst Fuchs Museum 11€
  • Besucherwelt am Flughafen 15,90€
  • Haus der Musik 13€
  • Heeresgeschichtliches Museum 6€
  • Josephinum 8€
  • Museum Schottenstift 8€
  • Nationalbibliothek 15€
  • Volkskundemuseum Wien 8€
  • Porzellanmuseum Augarten 7€
  • Schlumberger Kellerwelten 10€
  • Schönbrunner Panoramabahn 8€
  • Secession 9,50€
  • Sigmund Freud Museum
  • Spanische Hofreitschule Morgenarbeit 15€
  • Unteres Belvedere 13€
  • Verkehrsmuseum der Wiener Linien 8€
  • Vienna Ring Tram 9€
  • Wiener Riesenrad 10€
  • Wüstenhaus Schönbrunn 6€

Wenn man also wirklich alles von der Liste macht, ist das eine Ersparnis von 188,40€ – da lohnt sich die Investition von 61€ schnell – vor allem wenn man bedenkt, dass man sich ja auch in Niederösterreich noch ganz viel anschauen kann.

Thema ÖPNV

Die Wochenkarte der Wiener Linien gilt eine Woche (+1 Tag) aber nicht 8 Tage

Kauf man am Automaten der Wiener Linien eine Wochenkarte, kann man ordentlich auf die Nase fallen. Der Kauf kann sich zwar sehr lohnen (wenn man z.B. Mittwoch bis Montag in der Stadt ist, denn sie ist günstiger als eine 3-Tages-Karte), aber Vorsicht – kauft man die Karte Mittwochs, ist sie nicht bis zum nächsten Mittwoch gültig, sondern auch nur bis zum Montag. Kauf man sie an einem Donnerstag, beginnt der Gültigkeitszeitraum (den drucken die Wiener Linien auf die Karte) sogar erst am nächsten Montag. Deshalb sollte man genau drauf schauen, bis wann die Karte gültig ist.

Eigentlich klingt das ganz logisch, aber viele schauen nicht auf die Karte und gehen einfach davon aus, dass das Ticket vom Kauf ausgehend eine Woche gültig ist. Und die Kontrolleure der Wiener Linien (man sieht sie nicht oft, aber sie kommen!) sind da wirklich strikt. Als ich relativ frisch in Wien war, sah ich mal eine Gruppe aus 5 jugendlichen Chinesen (offensichtlich Touristen auf dem Weg zum Flughafen) heiß mit einem „Schwarzkappler“ (wie man sie auf Wienerisch nennt) diskutieren. Sie hatten eben diesen Fehler gemacht und nun wollte der junge Mann mehr als 500€ haben (gegenwärtig liegt die Strafgebühr bei 105€ pro Person). Ich weiß nicht, wie es ausgegangen ist – kauft man aber die Wochenkarte und weiß, wie da die Gültigkeiten sind, kann man sich den Ärger ersparen.

Zum Flughafen kommt man günstiger als mit dem CAT

Ich weiß, wenn man in Wien aus dem Flieger steigt, wird man quasi überschüttet mit Werbung für die grünen City-Züge des City Airport Train – liebevoll CAT genannt. Für eine einzelne Fahrt zahlt man 11€ – für Hin- und Rückfahrt 19€.

Doch ich habe die Existenz des CAT nie so richtig verstanden, fährt doch parallel die S-Bahn, die bei weitem günstiger ist. Ich weiß, es ist manchmal ganz praktisch, wenn man den Koffer schon beim Einstieg in Wien Mitte abgeben kann und ich weiß auch, dass ein leerer Zug ganz nett sein kann. Die normale S-Bahn der ÖBB fährt allerdings die gleiche Strecke, nur mit Zwischenhalten und braucht bis Wien-Mitte gut 6 min länger. Hier zahlt man aber wenn man schon ein Ticket der Wiener Linien (z.B. die Wochenkarte, siehe oben) hat, nur 1,80€, wenn nicht sind es 4,20€ und damit kommt man vielleicht sogar viel näher ans Hotel, denn der Zug hält z.B. auch am Rennweg oder am Prater.

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Thema Kaffeehaus

Ja, das Central und das Hawelka sind die beliebtesten klassischen Kaffeehäuser von Wien. Doch hier heißt es oft Schlange stehen. Oft gilt hier: kommt einfach zu den Zeiten, an denen man normalerweise keinen Kaffee trinkt – zum Beispiel habe ich unter der Woche morgens zwischen 10 Uhr und 10.30 Uhr bisher im Central noch immer einen Tisch bekommen (wenn der Besuch denn dringend hinwollte, als Wiener meidet man solche Lokalitäten ja eher).

Thema Sightseeing

Sightseeing in Wien ist leicht, da für jeden etwas dabei ist, egal ob man auf moderne Kunst oder die alten Meister steht.

Unterwegs mit der 1er-Tram

Die 1er Tram ist eine Sightseeing-Legende. Es gibt zwar noch die Vienna Ring Tram, die vom Schwedenplatz ihre Runden dreht und mit Kopfhörern den Passagieren erklärt, was man alles so an der Ringstraße sieht. Mit dem 1er startet man in der Nähe vom Karlsplatz und von der Oper auf der Ringstraße, hat dann aber mit der Tageskarte die Gelegenheit, auszusteigen und anzuschauen, was man will – egal ob Oper, Hofburg, Museumsquartier, Parlament oder Rathaus. Hinter dem Schwedenplatz geht es dann weiter zum Hundertwasserhaus bis hinaus zur Prater Hauptallee – und so gibt es genügend Gelegenheiten, den Tag in Wien zu verbringen.

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Ankes Geheimtipps

Über Museen habe ich ja bereits oben philosophiert. Ein paar meiner Wien-Geheimtipps habe ich euch ja schon in meinem Blog verraten – es werden laufend neue ergänzt:

Klassisches Bäckerhandwerk: https://daheimistlangweilig.com/2018/11/20/wiener-geheimtipps-wo-das-feuer-brennt-die-holzofenbackerei-backerei-gragger-cie/

Otto Wagners Meisterwerk:
https://daheimistlangweilig.com/2018/06/13/wiener-geheimtipps-die-wiener-postsparkasse/

Zuckerlkunst vom Feinsten:
https://daheimistlangweilig.com/2018/07/01/wiener-geheimtipps-welcome-to-the-candyshop/

Eine Melange in der Kantine des Justizpalastes:
https://daheimistlangweilig.com/2018/05/07/wiener-geheimtipps-beste-aussichten-im-justizpalast/


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