Auf das Dach der Welt

Für immer mehr Leute dient Reisen nicht mehr nur dazu, die Welt zu erkunden – gerade bei den ganz großen Abenteuern dient das Reisen auch dazu, sich selbst zu finden. So steigen etwa die Zahlen der Everest-Besteigungen von Jahr zu Jahr an.

So suchte auch Bonita Norris einen Weg aus ihrer Essstörung, als sie sich aufmachte, das Dach der Welt zu besteigen.

Miss Everest

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Daten

Autorin: Bonita Norris

Verlag: Dumont Reiseverlag

ISBN: 377016685X

Preis: 14,99€

Taschenbuch, 272 Seiten

Inhalt

Bonita wächst im englischen Berkshire auf und gilt schon in ihrer Jugend als britische Olympia-Hoffnung. Doch dann macht ihr eine Essstörung das Leben zur Hölle – mit 17 ist sie am Ende ihrer Kraft und die Bulimie bestimmt ihr Leben.

5 Jahre später steht sie auf dem Gipfel des Mount Everest – als jüngste Britin aller Zeiten. Doch das bleibt nicht alles, 2011 erreicht sie den Nordpol, 2012 besteigt sie den Lhotse.

Doch der Weg von der Arztpraxis, in der ihr Hilferuf ungehört bleibt, zur Athletin und Extrembergsteigerin ist weit – bestimmt von Training und Selbstzweifeln, von Leidenschaft und von ersten Schritten.

Fazit

Bonitas Lebensweg hat die heute 31jährige zu einer der berühmtesten Motivationsrednerinnen Großbritanniens gemacht. In ihrem Buch erzählt sie ihre Geschichte, die sie ausgerechnet auf den höchsten Berg der Welt führt.

Eine Geschichte, die vor Leidenschaft und Motivation nur so strotzt, doch zwischendurch immer mal wieder ein wenig langatmig wird.

Mir stellt sich dabei aber die Frage, warum sie dieser Weg auf den Everest führen muss – einen von Abenteurern völlig überlaufenen Berg, der kurz vor dem ökologischen Kollaps steht, weil immer mehr Leute versuchen, dort sich selbst zu finden. Aber das ist sicher Teil meiner eigenen Meinung – denn wichtig ist, dass man seine eigenen, individuellen Ziele findet. Auch Bonita bringt sich und andere bei ihrem Weg zum Everest übrigens in übelste Gefahr – ohne Hilfe wäre sie nicht wieder runtergekommen – dann andere dazu zu motivieren, finde ich jetzt irgendwie nicht sonderlich zielführend. Aber Erste Schritte müssen einen ja nicht immer hinauf auf den Everest führen.

Mich lässt das Buch sehr zwiegespalten zurück. Klar ist die Leistung, den Everest zu besteigen, wirklich beachtlich. Klar kann Benita damit einen riesigen Erfolg für sich verbuchen. Gleichzeitig sind da aber auch die Leute, die sich dafür in Gefahr gebracht haben, die in der ganzen Geschichte ein wenig untergehen.

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