Couchsurfing im Iran – Eine mutige Reise*

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Stephan Orth ist ein mutiger Reisejournalist. Er schreibt unter anderem für Spiegel online. 2014 begab er sich auf eine sehr mutige Reise, über die er in seinem neuesten Buch berichtet…

Couchsurfing im Iran

Ihr könnt das Buch hier auf Amazon.de bestellen…

Daten

Autor: Stephan Orth

Verlag: Malik

ISBN: 3890294545

Preis: 14,99€

Inhalt

Stephan ist 32 und leidenschaftlicher Couchsurfer. Mehr als 100 Gäste hatte er schon in Hamburg. Nun reist der Journalist in den Iran, um dort auszuprobieren, was eigentlich verboten ist, nämlich bei Privatleuten eine Herberge zu suchen um das Land und vor allem die Leute näher kennenzulernen.

So reist er durch das gesamte Land, legt einige Strecken mit einem Schmugglerbus zurück und erkennt schnell, dass der Schleier des Verbots hinter verschlossenen Türen recht schnell gelüftet wird.

Er ist etwa Teil einer Bikiniparty in einer Pilgerstadt und nimmt am Treffen einer BDSM Gruppe in Teheran teil, einige Tage führt er sogar eine Scheinehe, um mit einer Bekannten aus Hamburg gemeinsam reisen zu können. In einer Musikschule gibt er einen Gitarrenkurs vor 50 irritierten Iranern, die gerne was Fetziges hören wollen.

Im Iran wird er von einer Welle von Gastfreundschaft erfasst, die er kaum erwartet hätte – er ist überall dabei, einmal wird er in seinen Backpackerklamotten sogar auf eine Hochzeit eines Cousins mitgenommen, geht mit zum Fischen und am Ende hat er sein Ziel erreicht, als er erst auf den zweiten Blick für einen Europäer gehalten wird.

Fazit

Diesmal ist es wirklich eine Reise, die ich so nicht machen würde, da ich dafür keine Nerven hätte. Umso beeindruckender finde ich dieses Projekt. Schließlich sind viele doch sehr angefüllt mit Vorurteilen über den Iran und vor allem über die Restriktionen, die dort herrschen.

Daher war es für mich sehr spannend zu sehen, dass die Leute dort eigentlich echte Freigeister sind – zumindest wenn die Türen zu sind. Beinahe in jeder Stadt hört er von Leuten, die ins Gefängnis kamen, weil sie Ausländer beherbergt haben – die kollektiv unter Spionage-Verdacht stehen. Mit Händen und Füßen und mit 3 Worten Persisch schlägt er sich 2 Monate durchs Land und lernt die Menschen einfach kennen.

Nun, eigentlich eine perfekte Story. Dennoch ziehe ich einen Stern ab, weil mir gerade in der zweiten Hälfte ein wenig der rote Faden fehlt, der die Kapitel verbindet. Den lässt der Autor leider immer mal wieder fallen, was irgendwie schon ziemlich irritierend ist.

Ansonsten ist es ein rundum gelungenes Abenteuer – wohl aber nur mit viel Mut und ganz ohne Angst vor der Polizei zu bestehen.

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