#tmonoff – Zu Besuch in der neuen Ausstellung des Technischen Museums

Ich hatte ja schon als Kind ein absoluter Fan von wissenschaftlichen Museen – je mehr Knöpfchen zum ausprobieren, umso besser – egal ob Deutsches Museum in München oder Museo di Sciencia in Barcelona, meine Eltern konnten mich kaum noch aus solchen Häusern herausbekommen. Und wenn ich ehrlich bin, hat sich das bis heute nicht geändert.

Und deshalb habe ich mich auch besonders gefreut, als ich eine Einladung vom Technischen Museum in Wien bekam, die neue Dauerausstellung zum Thema Strom und Elektrizität für euch zu testen…

#tmonoff

Auf 500 qm Fläche behandelt die Ausstellung sämtliche Fragen zur Vergangenheit, zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Elektrizität in Österreich. Man erfährt, wie der Strom produziert wird und wie er vom Produzenten zum Endabnehmer kommt.

Ein Kapitel wird auch der atomaren Vergangenheit gewidmet, dem Atomkraftwerk Zwentendorf, das nach Bürgerentscheid 1978 nicht ans Netz ging und bis heute für Schulungen genutzt wird, allerdings nie Atomstrom produziert hat.

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Protest – Aufgrund der Proteste ging das AKW Zwentendorf bis heute nicht ans Netz
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Ein Blick in die Ausstellung

Ein weiteres der Kapitel widmet sich den Erneuerbaren Energien. Es zeigt, welche Rolle etwa Windkraft oder Photovoltaik in Österreich spielt und wie sich dieses Thema weiterentwickeln kann.

In verschiedenen, interaktiven Modellen wird unter anderem gezeigt, wie die unterschiedlichen Arten von Strom produziert und wie sie gespeichert werden.

Die insgesamt 9 Kapitel werden von einem symbolischen Stromnetz verbunden, das man von einer Leitzentrale aus steuern kann. Damit stellt man sich der Herausforderung, die Stromproduktion der jeweiligen Verbrauchssituation anzugleichen

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Mini-Windrad zur Stromerzeugung

Hochspannungsvorführung

Thematisch passt der schon länger bestehende Hochspannungsraum bestens zur Ausstellung. In einer äußerst amüsanten Präsentation lernt man, wie eine Glühlampe ohne Anschluss zum Leuchten gebracht werden kann und wie Tesla-Generator singen (er kann unter anderem Filmmelodien aus mehreren Jahrzehnten) lernt und Freiwillige können (natürlich bestens geschützt) Blitze in ihre metallbehandschuhte Hand einschlagen lassen.

Die 30 Minütige Vorführung findet unter der Woche um 11.45 Uhr und am Wochenende um 12 und 15 Uhr statt. Die Teilnahme ist auf 70 Personen begrenzt und ab einem Alter von 7 Jahren empfohlen.

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Ein kleines Donnerwetter

Mein Fazit

Wir nehmen Strom heute als selbstverständlich wahr – nur bei Stromausfällen wird uns klar, wie abhängig wir von einer solchen Technologie sind, ohne dass wir sie so richtig verstehen.

Die Dauerausstellung im Technischen Museum Wien ändert das. Auf kindgerechte Weise, aber auch wahnsinnig spannend für Erwachsene wird man durch unterschiedliche Kapitel der Stromgewinnung und des Verbrauchs in Österreich begleitet. Es gibt unzählige anschauliche Modelle, die zeigen, wie die unterschiedlichsten Stromgewinnungsverfahren funktionieren – vom Atomkraftwerk über Wasserkraft bis hin zur Windenergie. Man kann den schwierigen Weg nachvollziehen, den der Strom bis zum Verbraucher nimmt und sich schließlich auch die Frage stellen – wie geht es denn weiter?

Tipp für die Eltern: lest euch VORHER was über Strom durch – es WIRD Fragen geben!

Und als krönender Abschluss ist natürlich ein Besuch der Hochspannungsvorführung absolutes Pflichtprogramm – die sollte man auf gar keinen Fall verpassen…

Info

Technisches Museum Wien
Mariahilfer Straße 212
1140 Wien
https://www.technischesmuseum.at

Öffnungszeiten:

Mo – Fr 9-18 Uhr
Sa – So 10-18 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene 13€
Kinder bis 19 Jahre freier Eintritt

Hochspannungsvorführung: zuzüglich 3,50€ pro Person

Der Artikel entstand unabhängig und ohne eine Vergütung durch TMW – Danke für die Einladung zum Bloggerevent im November 2017.

 

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10 Kommentare

  1. Hey,

    das Museum in Wien kenne ich noch nicht. Da ich immer in Östereich Urlaub mache und dort auch ab und an bin, kommt das gleich auf meine Merkliste. Ein sehr schöner Beitrag.

    LG
    Steffi

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  2. Dieses Museum würde mich auch interessieren, ist aber leider für mich zu weit weg, um mal eben einen Nachmittag dort zu verbringen 😉 – vielleicht schaffen wir’s ja mal ein paar Tage nach Wien und nehmen das dann mit aufs Programm.
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

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  3. Das ist ja witzig! ich war vor ein paar Tagen mit meinen Kindern im Technischen Museum. Allerdings sind sie für diese Ausstellung noch zu klein. Vielleicht werde ich einmal alleine vorbeischauen. Klingt echt interessant. Danke dir!

    Liebe Grüße
    Verena

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